So nutzt du den BMI-Rechner
- Wähle Metrisch (Zentimeter und Kilogramm) oder US-Einheiten (Fuß, Zoll und Pfund). Deine Werte bleiben beim Wechseln erhalten.
- Gib deine Größe und dein aktuelles Gewicht ein, am besten morgens und ohne Schuhe gemessen.
- Lies deinen BMI, seine Kategorie und den Normalgewichtsbereich für deine Größe ab. Die Markierung auf der Farbleiste zeigt, wo du liegst.
- Klicke auf Kopieren, um das Ergebnis zu speichern, zum Beispiel, um es deiner Ärztin oder deinem Arzt zu zeigen oder den Verlauf zu verfolgen.
Die BMI-Formel
Der Body-Mass-Index setzt dein Gewicht ins Verhältnis zu deiner Größe:
- Metrisch:
BMI = Gewicht (kg) ÷ Größe (m)² - US-Einheiten:
BMI = 703 × Gewicht (lb) ÷ Größe (in)²
Der Faktor 703 rechnet Pfund und Zoll in das metrische Ergebnis um, beide Formeln liefern also dieselbe Zahl. Das Ergebnis wird auf eine Nachkommastelle gerundet und in die Kategorien der Weltgesundheitsorganisation für Erwachsene eingeordnet: unter 18,5 Untergewicht, 18,5–24,9 Normalgewicht, 25–29,9 Übergewicht und ab 30 Adipositas, die in die Grade I (30–34,9), II (35–39,9) und III (ab 40) unterteilt wird.
Beispiel
Jemand mit einer Größe von 175 cm und einem Gewicht von 70 kg hat einen BMI von 70 ÷ 1,75² = 70 ÷ 3,0625 ≈ 22,9, also Normalgewicht. Für diese Größe liegt der Normalgewichtsbereich bei etwa 56,7 bis 76,3 kg.
Bei 170 cm und 85 kg ergibt sich 85 ÷ 1,70² = 85 ÷ 2,89 ≈ 29,4, also Übergewicht, knapp unter der Grenze zur Adipositas. Der Normalgewichtsbereich für 170 cm reicht von etwa 53,5 bis 72,0 kg; das obere Ende liegt hier rund 13 kg unter dem aktuellen Gewicht.
Was der BMI aussagen kann und was nicht
Der BMI ist eine schnelle, kostenlose Orientierungszahl, die bei großen Gruppen mit Gesundheitsrisiken wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten zusammenhängt. Für einen einzelnen Menschen hat er klare Grenzen:
- Muskeln wiegen mehr als Fett. Sportler und Menschen, die Krafttraining machen, können einen hohen BMI bei wenig Körperfett haben.
- Wo das Fett sitzt, zählt. Bauchfett birgt mehr Risiko. Ein Taillenumfang über 102 cm bei Männern oder 88 cm bei Frauen ist selbst bei normalem BMI ein Warnsignal.
- Alter und Herkunft verändern das Bild. Ältere Menschen verlieren Muskeln, und manche Leitlinien nutzen für Menschen asiatischer Herkunft niedrigere Grenzen, zum Beispiel 23 für Übergewicht.
- Nicht für Kinder, Jugendliche oder Schwangere. Unter 20 muss der BMI mit alters- und geschlechtsbezogenen Wachstumskurven verglichen werden.
Tipps für ein gesünderes Gewicht
- Strebe kleine, stetige Veränderungen an. Schon 5–10 % weniger Körpergewicht verbessern bei vielen Menschen Blutdruck und Blutzucker.
- Beobachte Trends, nicht einzelne Tage. Allein durch Wasser schwankt das Gewicht um etwa 0,5–1 kg; vergleiche Wochendurchschnitte.
- Verbinde Ernährung und Bewegung. Die WHO empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche plus an zwei Tagen Krafttraining.
Dieser Rechner liefert eine Schätzung für Erwachsene und ist keine medizinische Beratung. Sprich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft, bevor du deine Ernährung oder dein Training grundlegend umstellst, besonders bei einer Erkrankung.
Häufige Fragen
Was ist ein normaler BMI?
Bei Erwachsenen gilt nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein BMI von 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht. Unter 18,5 spricht man von Untergewicht, von 25 bis 29,9 von Übergewicht und ab 30 von Adipositas.
Ist der BMI bei Sportlern aussagekräftig?
Nicht immer. Der BMI kann Muskeln nicht von Fett unterscheiden, sodass muskulöse Menschen einen BMI im Übergewichtsbereich haben können, obwohl sie wenig Körperfett haben. Der Taillenumfang oder eine Körperfettmessung liefert ein vollständigeres Bild.
Kann ich diesen BMI-Rechner für Kinder nutzen?
Nein. Kinder und Jugendliche brauchen alters- und geschlechtsbezogene BMI-Perzentile, die sie mit Gleichaltrigen vergleichen. Frage deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt oder nutze eine Wachstumskurve für Kinder.
Unterscheidet sich der BMI bei Männern und Frauen?
Die Formel und die Kategorien für Erwachsene sind für Männer und Frauen gleich. Frauen haben bei gleichem BMI meist mehr Körperfett, was ein Grund dafür ist, dass der BMI ein Orientierungswert und keine Diagnose ist.